Samstag, 30. April 2011

Mit dem Fahrrad zur Uni und trotzdem in die Hölle

Ich, Jonny, bin heute das erste Mal mit dem Fahrrad von der "neuen" Wohnung zur Uni gefahren. Google behauptet iwas mit 10,*irgendwas*km und da muss ich mir mal auf meine untrainierte Schulter klopfen, dass ich das so ohne Weiteres abgestrampelt hab. Der Hinweg war easypeasy. War halt noch früh und ich total ausgeruht. Glücklicherweise hatte ich sogar n Fahrradcourir vor mir, aber nich so n SuperUltraAthleten sondern ein gemütlichen der so in meinem Tempo vor mir hergefahren is. Ich, als Berlin-Fahrrad-Jungfrau, war dafür natürlich sehr dankbar weil ich sofort goldwerte Tricks lernen konnte: Ampeln gelten für Fahrradfahrer nicht, wenn man brüllt wird man schon in die Nachbarspur gelassen und auf Autodächern besetzter Autos abstützen is ok, wenn man zu faul is, die Füße von den Pedalen zu nehmen. Mit diesen Erkenntnissen und auch nur relativ wenig ausser Atem kam ich dann nach zügigen 35min am Großen Hörsaal der Physik an. Zum Vergleich: Die U-Bahn hat 35min als reine Fahrzeit, ergo: Die Zeit der Fußwege zwischen U-Bahn-Station und Destination eiskalt gespart :D THATS HOW I ROLL BITCHES!!!
Naja nach Theoretischer Physik und Matheübung sah es dann auf dem gegenwindgespickten Rückweg leicht anders aus. Nils und ich haben uns am Fachbereich verabschieded, sind also zeitgleich abgefahren. Und trotzdem ich geschuftet hab wie ein Irrer um dem Gegenwind Herr zu werden kam ich erst wenig nach Nils an, ich hab ihn zwar im Hauseingang noch getroffen aber Zeit schien ich nicht gespart zu haben :( Hoffentlich wird das besser, wenn ich häufiger Fahrrad fahr, ich nehme eigentlich fest an, dass man in trainierter Form und unter Beachtung der "speziellen Fahradfahr-Berlin-Badass-Regeln" man die Strecke in 25, wenn nicht 20min bewältigen können sollte. Kommt Zeit, kommt Rat! Soweit der umweltfreundliche, ökologisch-wertvoll und ethisch vertretbare Teil meines Tages. Ich hab dann noch ein Weizen mit Nils aufm Balkon getrunken, als eine Art Belohnung für die harte Woche. Im Verlauf des Männergesprächs wurde mir allerdings klar, dass ich nicht wirklich in den Himmel kommen kann, trotzdem ich 20km Fahrrad gefahren bin, anstatt Bahn. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass ich nicht an mich halten kann wenn sich 2 wild gestikulierende Mongos an-*UUUÄÄÄHHHHEEEHHE*'n. Ich weiß nicht ob ich damit allein bin aber ich kann nicht umhin zumindest innerlich, wenn nicht real laut zu lachen wenn Spastis ihren Teller durch die Mensa feuern und sich daraufhin Mongos über Mongos (natürlich konsequent mit UHHÄÄÄHHHUHHAAAAUHÄ) beschweren die nicht mit der Aktion des ursprünglichen Teller-Wurf-Spastis d'accord sind. Man stellt sich also einen ganzen Speisesaal voller irritierter, wenngleich verärgerter und brüllender Menschen vor ohne auch nur ein Anflug von Kausalität respektive deutscher Sprache aus dem Kanon erhaschen zu können. Nicht dass man mich an der Stelle falsch versteht: Ich möchte damit wirklich nicht die Menschenwürde von geistig/körperlich behinderten Menschen diffamieren, ich weiß natürlich dass sie alle nett und höflich und absolut gleichberechtigtes Mitglied der Gemeinschaft sind aber die visuelle, wie auch akustische Kulisse, die dieser, von mir erlebter, Speisesaal bot, war köstlich. Und ich weiß obwohl ich sage, dass ich sie mag komm ich fürs Lachen in die Hölle, so es sie denn gibt. Genauso komm ich dafür in die Hölle mein Kaugummipapier neben den Mülleimer zu werfen und mich nicht noch einmal danach zu bücken, dafür dass ich beim Duschen im Schwimmbad nicht die Badehose auszieh, dafür dass ich bei einem öffentlichen Klo mit Drehkreuz einfach drüberspringe wenn keiner kuckt, dafür dass ich meine Bücher verlänger obwohl ich sie überhaupt nich mehr brauch und nur zu faul bin sie zurück zu bringen und dafür dass ich unehelichen Verkehr habe (und den nichtmal zu Fortplfanzung: In your face, god!). Und davor könne mich nichtmal 20km des Fahrradfahrens bewahren. Aber ich glaube, das ist schon ok. Was kann schon so Schlimmes in dieser Hölle passieren, von der immer alle reden. Vllt is der Teufel ja sogar ganz nett und spielt Skat oder Boules. Vllt hat ja die Bibel nur eigennützig schlechte Propaganda für die Hölle gemacht und in Wirklichkeit isses da ganz ok. So wie McDonalds und BurgerKing: Obwohl BurgerKing sagt, dass McDonalds schlecht und doof ist, schmecken mir da die Cheeseburger viel besser, vllt gibt es dann auch in der Hölle viel bessere Cheesburger... metaphorisch ... und bessere Pommes! Es ist also nur eine indoktrinierte Meinung die Hölle sei schlecht, es besteht überhaupt kein kausaler Zusammenhang dazu und in dem Sinne werd ich mal meiner Zeit in der Hölle gelassen entgegengehen, man weiß ja nicht was kommt, also sollte man sich ja auch kein Stress machen.
Gute Nacht und Peace out!

Dienstag, 26. April 2011

Nachbarschaftsdienst

Unsere Wg kann sich stolzer Eigentümer eines neuen, extrem nützlichen Gadgets zur Ausübung der nachbarschaftlichen Pflicht nennen. Es ist nicht nur Pflicht sondern Privileg sich in einer intakten und harmonischen Nachbarschaft stehts zu helfen, zu vertrauen und zu ergänzen. Folgendes Szenario: Die Wohnung im 12.Stock des gegenüberliegendem Gebäudes. Plattenbau, Berlin Mitte. Herr und Frau, oder modern auch "Frau und Herr", Neumann stimmen sich am Montag Abend nach einem langen Arbeitstag- Sie war Kippen kaufen, Er für nen Stempel beim Amt- auf baldiges Zubettgehen ein. In Bademantel und Jogginghose gekleidet leert Er das letzte Bier für den Tag, Sie weist den Hund mit liebevollen Tätscheln und sanfter und doch rauchgereifter Stimme in das beigekarierte Körbchen. Beide wähnen sich dem Schutz von Höhe und massiver Haustür gewiss, verfallen der verlockenden Illusion von Sicherheit in den eigenen vier Wänden und widmen sich dem christlich gesegneten Akt der Fortpflanzung.
Diese Sorgenlosigkeit mit der sie dies tun ist jedoch nicht gratis, sie mögen es nicht ahnen doch wir kennen den Preis sehr genau. Es bedarf eines rechtsbewussten gutbürgerlichen Nachbarn/-in. So wie wir es welche sind ;)
Wir passen auf.Wir passen auf, dass keinem Unrecht geschieht, dass kein Schurke sich des Nachts, im akustischen Schatten der kopulierenden Sozialstaatbegünstigten sich breichert an deren Hab und Gut. Dass Niemand es ungestraft wagen kann unseren Nachbarn ein Leides zu tun, Schindluder zu treiben oder auf anderem Weg unsere Nachbarschaft mit Leid, Hass und Angst zu füllen. Wir passen auf.
Jaja, mein Opa hat mir ein russisches Fernglas geschenkt :) ein richtig Schönes, übertrieben Großes: aus Russland. Er sagte er hätte noch 2 andere und ich könne dieses ruhig haben. Durch meinen Kopf zog instantan obiges Szenario und ich fühlte meine Pflicht. Nebenbei kann man aus 100m Entfernung auch noch den Busfahrplan lesen, kennt das Tagesangebot der hiesigen Kneipe oder, falls Interesse besteht, lässt sich auch vom Balkon aus der Hersteller der Reifenventile der Taxis identifizieren. Danke Opa.



Und wenn man dann Harzer beim Ficken erwischt... naja... kann passieren ^^

als Letztes noch ein Shoutout an all unsere treuen Leserinnen, die uns in der Vergangenheit so großartig unterstützt haben, Anna :)

Samstag, 16. April 2011

Kein Bier vor Vier, nach Zwölf ist auch okay und kurz vor Zwölf gar nicht so schlimm

Gestern haben wir Besuch von unserem guten, wertgeschätzten Schuldfreund Flo erhalten. Da wir schon lange keine Posts mehr verfasst haben und die Muse ein wenig eingerostet ist (Eiserne Jungfrau?), muss eine kurze Stichwortbeschreibung der freudigen Umstände auch reichen. Also los!

Türklingel, erstes Bier, freudige Begrüßung, Jonny weint, zweites Bier, Smash Bros., drittes - viertes Bier, Stadt, Shisha, Bier, Lachen, Smash Bros. Bier, Freunde, Essen, 4 Uhr, High Five, Sofakoma.

Mal sehen, was heute passiert. Freude im ganzen Haus!

Mittwoch, 5. Januar 2011

Jahreswechsel 2010/2011

Schließlich und endlich ging das Jahr 2010 doch schneller rum, als wir es uns insgeheime vorgestellt haben.
Hinter uns liegt eine großartige gemeinsame WG-Zeit, die hoffentlich noch lange andauern wird.
Auch, wenn wir nicht allzu viel gepostet haben (merke: geschreieben haben wir eine ganze Menge, aber die meisten Posts liegen unvollenden auf Blogger rum -.-), ist doch eine ganze Menge passiert. Beispielsweise haben wir ein Sofa! Und Internet! Und einen Gamecube! Und natürlich noch eine ganze Menge mehr, von der wir aber vielleicht doch noch einmal etwas veröffentlichen werden, wenn uns die Muße packt.

Doch wir wollen nicht ungnädig mit uns sein. Irgendwann findet sich die Zeit, und dann wird das Design mal verbessert und eine ganze Menge geschrieben: Ihr werdet schon sehen.

Wir wünschen euch jedenfalls ein tolles, erfolgreiches und sowieso prinzessinnenpupsrosafarbenes Jahr 2011!

Und nun ein paar Bilder von unserem Silvester 2010! <3

Game Cube. Sucht.

Das gute Sonnenkernbrot! Man beachte die blumigen Farben!


Spaß in UV?

Tut uns Leid, Nils. Wir hatten Hunger. Ruhe in Frieden... ._.

Kein dummes Trinkspiel...

... und keine Trinkerei!

Die Vorsätze für das neue Jahr. Jedenfalls die, die uns im Suff einfielen. Man beachte die schöne Konzeptzeichnung einer Dame am rechten Bildrand.

Kohlenstoff vom Boden des Bleigießerpfännchens. Natürlich in Jonnys Gesicht, wo es hingehört.

Uli feiert,
Tim feiert,

beide feiern. Natürlich total nüchtern.



Feuerwerk... so - oder so ähnlich. War auf jeden Fall spitze. Und wer richtig Silvester feiert, trinkt und beglückwünscht sich - und macht nicht irgendwelche Bilder o.ö

Dienstag, 12. Oktober 2010

Winter wie Winter nur als Sommer

Wer in der letzten Zeit mal vor Sonnenaufgang draußen war, so wie ich als wertvolles Miedglieds der erbitterten Arbeitswelt, hat sicherlich gemerkt, dass es sich mit dem gemütlichen Schlauchbootfahren mit anschließendem ausgiebigen Sonnenbad für dieses Jahr wohl endgültig erledigt hat. Es ist nicht nur arschkalt, auch die Bäume verlieren ihre grünen Zuckerwatteproduzenten. Es wird Winter und ich hab dem gegenüber gemischte Gefühle.
Auf meinem Arbeitsweg hab ich mir bei Betrachtung meines fröhlich kondensierenden Atems gedacht: "Wie cool wäre es bitte, wenn es im Winter wie Winter und auch wie Sommer ist?!" Um das mal zu präzisieren: Ich möchte mit meinem Snowboard den verschneiten Strand herunterdüsen und dann mit eleganter Barrelroll in den wohltemperierten Tümpel meines Vertrauens hüpfen, das Snowboard abschnallen, eine Bahn schwimmen und mich dann auf die nächste Eisscholle wuchten um mir wiederum meine Schlitteschuhe anzuziehen und ein bisschen über das Eis zu gleiten. Danach ein wenig in der Nachmittagssonne bräunen, kurz unterbrechen für eine spontane Schneeballschlacht und dann zum Kiosk für ein Eis und Zimtsterne-- alles in Badehose versteht sich. Zum Abendbrot gibts Eisbein. Ein Verdauungspaziergang durch den verschneiten Wald zur nächsten Tanke: Bier UND Glühwein kaufen, denn den Sonnenuntergang (selbstverständlich nicht vor 23:00) verbringe ich mit allen Freunden im Park mit Gitarre, Lagerfeuer und allem drum und dran. Also in kurz: Ich will Schnee und Eis bei 28°C Außentemperatur!
Wenn ich später reich und einflussreich bin, werd ich mal sehn was man da machen kann... Wenn es also in 200 Jahren normal ist zum Baggersee neben Handtuch und Plastikball auch den Schlitten mitzunehmen denkt daran mir die Credits dafür zu geben!

 
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